Zeitunsartikel im Gießener Anzeiger, Kultur Lokal vom 22.12.2004

Leuchtende Augen selbst bei hartgesottenen Weihnachtsmuffeln
Gelungene Hessenrock-Party im brechend vollen Muk mit vielen Live-Bands und DJs

GIESSEN (dei). Wieder hat das Hessenrock-Team aus insgesamt 50 Livebands ein traumhaftes Bühnenprogramm zusammengestellt, das den Kulturbunker des Musik- und Kunstvereins (Muk) kräftig zum Beben brachte. Die letzte Hessenrock-Party des Jahres stand ganz unter dem Motto "Advent".
Im Erdgeschoss konnten sich die Gewinner der insgesamt 18 auf www.Hessenrock.de ausgeschriebenen Gewinnspiele ihre Preise in Form von Waffeln, Bier oder im besten Fall einer Semestercard für den Muk abholen, was für leuchtende Augen selbst bei den hartgesottensten Weihnachtsmuffeln sorgte. Ansonsten gaben sich auch dieses Mal im ersten Stock des Gebäudes wieder DJs und Livebands mit jeweils 20-minütigen Auftritten die Klinke in die Hand. Hier kamen die, die es gern etwas härter mögen, voll auf ihre Kosten, während im Erdgeschoss drei Bands die Chance bekamen, etwas länger zu spielen und somit ein Kontrastprogramm mit viel Funk, Jazz, Reggae und Swing boten.
Die Punkband "The Spooners" leitete die gelungene Party ein. Es folgten "Gutlock" und "Lost In A Maze", beides Bands der etwas härteren Gangart.
Unbestrittener Höhepunkt des Abends war der Auftritt der "Lunatic Light Lovers", die das tanzwütige Publikum mit einer Fusion aus Funk, Rock und Worldmusic versorgten, und der Gießener Aufsteigerband, "Scarlet Fire", die die Stimmung mit ihrem Alternative-Rock auf den Höhepunkt steigen ließen.
Dazwischen sorgten die DJs Kat, Demian und Dosenmusik, dafür, dass durchgetanzt werden konnte. Wer es etwas ruhiger mochte, kam im Erdgeschoss auf seine Kosten, wo man den Klängen der energetischen Swingcombo "VR Klang" lauschen und im Anschluss zu dem funky Soul von "Lowkick" ein wenig die Hüften kreisen lassen konnte.
Am eindrucksvollsten war jedoch der Auftritt von "Comfort Zone", die mit ihren Electronics und Instrumenten improvisierten und deren Session wohl am besten mit "A New Jazz Experience" charakterisiert werden kann. Auch hier wurde durch DJ Rastafahnder, der das Publikum mit heißen Reggae- und Dancehall-Songs versorgte, dafür gesorgt, dass zwischen den Auftritten keine Pausen entstanden.
Insgesamt eine großartige Hessenrock-Party im brechend vollen Muk.

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